Sonntag, 19. November 2017
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Download Literaturwissenschaftliches Verzeichnis / Stand: August 2016

 

Download Lehrveranstaltungen / Stand: September 2016

 

 



Technische Beschleunigung – Ästhetische Verlangsamung?


Mobile Inszenierung in Literatur, Film, Musik, Alltag und Politik

Jan Röhnert (Hg.)

Köln: Böhlau Verlag 2015

 

383 S., 22 s/w-Abb., Franz. Broschur, 24 x 17 cm

ISBN: 978-3-412-50150-1

 

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Technische Beschleunigung ist ein beliebtes Erklärungsmuster für das Krisenbewusstsein der Gegenwart. Dabei ist Beschleunigung in ihrer ästhetischen Umsetzung aufs Engste mit dem vermeintlichen Gegenteil, der Verlangsamung, verknüpft. Indem Literatur und Künste mobile Beschleunigung darstellen, müssen sie diese zunächst reflektieren, und indem sie Verlangsamung zur Basis ihrer ästhetischen Modelle machen, kompensieren oder verweigern sie Beschleunigung nicht nur, sondern schaffen den Ermöglichungsraum ihrer denkbaren Umkehrung. Das wird anhand literarischer Beispiele von J. W. Goethe bis W. Kappacher ebenso deutlich wie in der populären Musik, dem Film oder der politischen Ästhetik.

 



Selbstbehauptung


Autobiographisches Schreiben vom Krieg bei Goethe, Heine, Fontane, Benn, Jünger, Handke

Frankfurt am Main: Vittorio Klostermann 2014

 

533 S., Hardcover

ISBN: 978-3-465-03851-1

 

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Rezensionen:

literaturkritik.de, Wolfgang M. Schmitt, 04.03.2015

 

Autobiographische Texte vom Krieg sind bislang oft als »Memoiren« abgestempelt oder lediglich von Historikern als »Quellen« herangezogen worden. Jan Röhnerts umfangreiche Studie zeigt an kanonischen Autoren und Texten von Johann Wolfgang Goethe über Heinrich Heine, Theodor Fontane, Gottfried Benn und Ernst Jünger bis zu Peter Handke, dass die moderne Gattung der Autobiographie aufs engste mit der Darstellung des Krieges verbunden ist. Unter dem von Hans Blumenberg entlehnten Begriff der Selbstbehauptung werden literarische Strategien der Objektivierung, Ästhetisierung und Anekdotisierung zusammengefasst, die seit der 1822 veröffentlichten »Campagne in Frankreich 1792« Goethes unter wechselnden historischen und biographischen Vorzeichen in unterschiedlichen poetologischen Konstellationen wiederkehren – in Heines »Buch Le Grand« ebenso wie in Fontanes »Kriegsgefangen«, Benns "Doppelleben", Jüngers »Strahlungen« und nicht zuletzt Handkes »Winterliche Reise«. Auf diese Weise entsteht das fesselnde Panorama einer in dichten Lektüren nachgewiesenen Verwandtschaft von Autobiographen, die sich am Krieg abarbeiten und dabei letztlich ein Ziel verfolgen: die Rettung des Ich.

 



Film


Flirts in den Central-Lichtspielen. Ein Essay

Reihe: Edition Poeticon

Herausgegeben von Asmus Trautsch

Berlin: Verlagshaus J. Frank 2014

 

48 S., Fadenknotenheftung, 8,8 x 15 cm

ISBN: 978-3-940249-74-6

 

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Rezensionen:

Fixpoetry, Mario Osterland, 18.01.2015

 

 

 

 



Die Metaphorik der Autobahn.


Literatur, Kunst, Film und Architektur nach 1945

Jan Röhnert (Hg.)

Köln: Böhlau Verlag 2014

 

324 S., 32 farb. u. 37 s/w-Abb., Franz. Broschur, 17 x 24 cm

ISBN: 978-3-412-22421-9

 

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Download: Presseinfo mit Inhaltsverzeichnis

 

 

Band zur gleichnamigen Tagung am Institut f. Germanistik an der TU Braunschweig im Juni 2013.

 

In der Autobahn kommt die Idee der Straße zu sich selbst. Wie kaum ein anderes Bauwerk der Moderne bestimmt sie unsere Wahrnehmung von Verkehr und Mobilität. Wie sich ihre Erscheinungsformen in der Literatur, den Künsten, in Film und Architektur weltweit niederschlagen, ist Gegenstand der Beiträge dieses Sammelbandes. Er verlagert den Schwerpunkt des kulturwissenschaftlichen Interesses an der Autobahn von den sogenannten »Reichsautobahnen« hin zum internationalen Phänomen autobahnartiger Schnellstraßen und ihrer künstlerischen Inszenierung und Transformation.

 



»Nord liegt so nah wie West«


Kleine Poetik der Himmelsrichtungen

Reihe: Kleine Schriften zur literarischen Ästhetik und Hermeneutik

(Hg. von Wolfgang Braungart und Joachim Jacob); Bd. 03

Göttingen: Wallstein Verlag 2014

 

119 S., Klappenbroschur, 12,3 x 21,0 cm

ISBN: 978-3-8353-1440-5

 

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Ein Essay über die Himmelsrichtungen als Inspirationsquellen für poetische Welt-Bilder.

 

Der Raum als poetische Kategorie liegt buchstäblich in der Luft: Seine Koordinaten schreiben sich von seinem Verhältnis zu den »vier Winden«, den vier »Himmels-« oder »Weltrichtungen«, zu Norden, Süden, Osten, Westen her. Sie sind gleichermaßen räumliche Orientierungsmarken wie Vektoren der Imagination, konturieren damit nicht nur die äußere, sondern auch unsere innere Landkarte mit den Vorstellungen, die sie von Orten, Räumen, Landschaften erwecken. So haben sie auch eine eigene Poetik hervorgebracht, die an Gedichten von der Goethezeit bis heute sichtbar gemacht wird.

Den dominierenden Raumbewegungen südwärts und westwärts treten andere, weniger determinierte Bewegungen zur Seite. Analog zur Verwirrung des Raumsinns im Technik- und Medienzeitalter verbinden sich die Himmelsrichtungen traumgleich zu neuen, flüchtigen Konstellationen oder wechseln ihre altbekannten Vorzeichen. Die Poetik der Himmelsrichtungen hält fest, wie und wo unser praktisches Raumdenken in poetische Anschauungen und Darstellungen umschlägt - und immer wieder von diesen korrigiert wird.

 



Wilhelm Klemm: Gesammelte Werke


Das lyrische Werk Wilhelm Klemms

Imma Klemm, Jan Röhnert (Hg.)

numerierte, fadengeheftete, mehrfarbige Vorzugsausgabe

mit Zeichnungen und Vignetten des Dichters

Mainz: Dieterich'sche Verlagsbuchhandlung 2012

 

712 S., Leineneinband, Fadenheftung mit 2 Lesebändchen und Kopffarbschnitt, 2-farbig, Pappschuber

ISBN: 978-3-87162-077-5

 

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Die vorliegende bibliophil ausgestattete Ausgabe versammelt erstmals die über 600 gedruckten Gedichte eines großen Lyrikers, einschließlich der in den sechziger Jahren erschienenen rund 50 späten Gedichte. Von besonderem Reiz sind die rund 90 Beispiele des parallel zu den Gedichten entstandenen flüchtig skizzierten graphischen Werks.

 



Die endlose Ausdehnung von Zelluloid.


100 Jahre Film und Kino im Gedicht – Eine Anthologie

Andreas Kramer, Jan Röhnert (Hg.)

Dresden: edition AZUR 2009

 

232 S., gebunden, 14 x 21 cm

ISBN: 978-3-9812804-2-5

 

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Kaum gab es den Film, hatten die Dichter ihn auch schon für sich entdeckt: Er schenkte ihnen die Bilder, das künstliche Licht, den Blick auf die moderne Zeit.

Gedichte entstanden, die so rasant und trickreich wie ein Film abliefen, es wurden Tagträume zu Papier gebracht,
durch die Asta Nielsen, Charlie Chaplin und Marilyn Monroe promenierten. Mehr noch: Film wurde zu einem wesentlichen Merkmal des modernen, zeitgenössischen Gedichts – dem »Film in Worten«.

Vorhang auf für die erste deutschsprachige Anthologie, die sich dem faszinierenden Zusammenspiel von Kino und Lyrik widmet.

 

Mit Gedichten von Yvan Goll, Ferdinand Hardekopf, Bertolt Brecht, Joachim Ringelnatz, Else Lasker-Schüler, Rolf Dieter Brinkmann, Jürgen Becker, Hans Magnus Enzensberger, Friederike Mayröcker, Thomas Brasch, Thomas Kling, Durs Grünbein, Marcel Beyer und vielen anderen.

 



Springende Gedanken und
flackernde Bilder.


Lyrik im Zeitalter der Kinematographie.

Blaise Cendrars – John Ashbery – Rolf Dieter Brinkmann.

Göttingen: Wallstein 2007. (Dissertation)

 

424 S., br., 14 x 22,2 cm

ISBN-10: 3-8353-0215-9

ISBN-13: 978-3-8353-0215-0

 

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Rezensionen:

FAZ 16.11.2007

Amazon 19.12.2007

 

 



„Meine erstaunliche Fremdheit!“.

Zur poetischen Topographie des Fremden am Beispiel von

Rolf Dieter Brinkmanns Reiselyrik.

München: Iudicium 2003. (Magisterarbeit)

 

150 S., br.

ISBN 978-3-89129-682-0

 

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Termine & Gedrucktes

 

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AKTUELLE ÜBERSETZUNG

 

>> Frisch erschienen:

Ron Padgett, »Die schönsten Streichhölzer der Welt. Gedichte, Englisch – Deutsch« Übersetzt, herausgegeben und mit einem Nachwort von Jan Röhnert DIETERICH’SCHE VERLAGSBUCHHANDLUNG

 

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zum Artikel in der Frankfurter Anthologie

 

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AKTUELLE TEXTE

 

>> In der FAZ vom 10.08.17: Unter Druck entstehen Diamanten Die junge Teheraner Künstler- und Literatenszene ⇒ zum Artikel

 

>> Im Tagesspiegel vom 16.05.17: Riding free in Teheran Jan Röhnerts Reiseeindrücke aus Irans Hauptstadt während des deutsch-persischen Übersetzer-Workshops VERSschmuggel ⇒ zum Artikel

 

>> In Debatten, LiteraturLand Thüringen vom 01.09.16: Mein Schwarzstorchdorf – Ein regionaler Beitrag

zum Artikel

 

>> In der NZZ vom 16.08.16: Eine Übersetzung von Mariya Yanchevska und Jan Röhnert eines Textes von Georgi Gospodinovzum Artikel

 

>> Neue Gedichte in den Zeitschriften Neue Rundschau 126 (2015), 3, manuskripte (Nr. 209/2015) und Wespennest (169/2015). Leider nicht online, über letztere hier informieren:

 

>> Eine Übersetzung aus dem Amerikanischen Gary Snyder »Vögel bestimmen«:

zum Artikel in der FAZ

 

>> Ein wissenschaftlicher Beitrag von Jan Röhnert zu Peter Handke

zum Online-Beitrag

 

>> Jan Röhnert rezensiert Unsichtbare Übungen – Prosa von Klaus Johannes Thies in der FAZ: »Krisenherde auf Kuchenblech«

 

>> Jan Röhnert gratuliert Paulus Böhmer zum Peter-Huchel-Preis 2015!

zur Besprechung in der ZEIT

 

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AKTUELLE BÜCHER

 

>> »Dem Meister des langen Atems« – Paulus Böhmer zum Achtzigsten Hg. von Jan Röhnert und Romina Nikolic ⇒ zum Band

 

>> Wissenschaftsband

»Technische Beschleunigung – Ästhetische Verlangsamung? Mobile Inszenierung in Literatur, Film, Musik, Alltag und Politik« Hg. von Jan Röhnert Böhlau Verlag ⇒ zum Band

 

>> Zum 2. Mal auf Orpheus' Spuren durch Bulgarien Jan Röhnerts 2. Thrakisches Tagebuch auf Faustkultur nachlesen!

 

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ARTIKEL IN DER FRANKFURTER ANTHOLOGIE

 

Ron Padgett:

»Dies dazu«

 

Heiner Müller:

»Fahrt nach Plovdiv«

 

Paulus Böhmer: »Marie«

 

Rolf Dieter Brinkmann: »Eiswasser an der Guadelupe Str.«

 

Günter Eich:

»Fährten in die Prärie«

 

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REZENSIONEN ZU JAN RÖHNERTS LITERATUR- UND WISSENSCHAFTS-BÄNDEN

 

>> Rezension von Tom Schulz zu Jan Röhnerts Gedichtband Wolkenformeln:

»Vor Balkone tragen Wellen den geglückten Tag«

 

>> Rezension von Benjamin Steininger zu Jan Röhnerts herausgegebenem Wissenschaftsband Die Metaphorik der Autobahn:

zur Rezension

 

>> Ein Beitrag von »schreibstation« zu Jan Röhnerts Essayband Film:

»Poesiepomp. Wenn Lyrik, Film und Musik miteinander flirten. Folgen und Fragen.«

 

>> Eine Rezension von Wulf Segebrecht zu Jan Röhnerts Gedichtband Metropolen:

»Dann kommen die Bilder«